
Bontas/Weinberger Quartett31. 3. 2009 |
||
![]() |
Dass sich zwei europäische Musiker über den Umweg Victoria/Kanada kennen lernen ist ein besonderer Umstand. Als Stipendiaten vom Banff Centre For The Arts in Victoria/Canada trafen sich Billy Bontas und Manfred Paul Weinberger im Jahr 1997 im Westen Kanadas. Bontas und Weinberger arbeiteten seither intensiv an eigenen Projekten. Eine Gemeinsamkeit zeichnet beide Musiker aus: in ihren Arbeiten zieht sich der kulturübergreifende Gedanke wie ein roter Faden durch. Billy Bontas, der mit seinen rumänischen Background rhythmisch eine authentische, hoch energetische Note in die Musik einbringt und Manfred Paul Weinberger, der mit den Projekten `Austria meets Canada´ und Rhythm Fields´ einen Bogen zwischen Kanada und Indien spannt. Auch in diesen Arbeiten zeichnet sich eine rhythmisch komplexe Komponente in Verbindung mit einer starken Melodik ab. Elf Jahre nach der Begegnung in den Rocky Mountains - Banff, nachdem beide Musiker getrennt an eigenen Konzepten des Musizierens arbeiteten, formieren sie ein neues Quartett. Komplettiert wird das Quartett durch Christian Wendt am Kontrabass und Primus Sitter an der Gitarre. Beides zwei herausragende Figuren der österreichischen Jazzszene. Beide Musiker sind arbeiteten in unterschiedlichen Projekten von Manfred Paul Weinberger und waren bereits im Frühling 2008, beim ersten Konzert des Bontas / Weinberger Quartett, kreative Gestalter. CD Info: www.mpweinberger.at |
|
Ensemble Zeit_Sequenzen17. 1. 2010 |
|||||||
![]() |
Das Projekt NEBENSONNEN ist eine Auseinandersetzung mit dem 24 teiligen Liederzyklus `WINTERREISE´ von Franz Schubert. Die Idee wurde nach einer spannenden Zusammenarbeit mit Manfred Mitterbauer (Bassbariton), die auf zwei Stücken der CD sounds&dependencies dokumentiert ist, geboren. Die Winterreise ist ein in sich abgeschlossenes Werk, welches fragmentarisch von Musikern im genre-übergreifenden Bereich bereits aufgebrochen wurde, jedoch gibt es (abgesehen von der Zender - Orchesterversion) keinen mir bekannten Versuch den Bogen über den gesamten Lieder-zyklus neu zu denken. Wichtige Kriterien mit denen ich an dieses Projekt herangehe: Einerseits die Melodie und die Texte insoweit zu belassen, als dass man eindeutig den Bezug zum Original erkennen kann. Anderseits die Instrumentierung so zu wählen, dass damit zeitgemäße Klangstrukturen realisiert werden können. Die Arbeit mit dem Kontrast zwischen dem Inhalt dieses Werkes und der dieser Musik doch eher fremden Klangfarben, die durch diese Besetzung möglich werden. Bilder, die der vielschichtige Text von Wilhelm Müller zeichnet, werden ohne Schuberts harmonischem Konzept der Romantik neu gezeichnet und in einer Klangwelt, abseits vom Original erlebbar. Franz Schubert erzählt die existentielle Geschichte eines Liebenden nach den Worten von Wilhelm Müller, und schuf damit einen Fixstern im Musikuniversum. Dieser Liederzyklus fordert jeden heraus - und mitunter Musiker ihn neu zu interpretieren: Es gilt, der Sonne auch entgegen zu treten. „Nebensonnen“. Im langen Schatten Schuberts. Im Lichte der „Winterreise“. Der Zugang zur kompositorischen Arbeit setzt - wie man vermuten könnte - nicht prinzipiell bei Franz Schuberts Notentext, sondern bei den, meist unterschätzten Texten von Wilhelm Müller an, denen ausdrucksstarke Bilder zugrunde liegen. Diese Bilder sind eine Aufforderung, sie abseits von Schuberts Originalwerk in einem anderen musikalischen Kontext zu denken. Ausgehend von grundlegenden gestalterischen Fragestellungen entwickelt sich der Kompositionsprozess. Die Faszination der Entwicklung dieses Projektes liegt auch im Abtasten und Erkunden der Möglichkeiten, die das Musizieren zwischen fünf Musikern, die von sehr unterschiedlichen Musizierformen, Musikpraktiken und Genres kommen, mit sich bringt. Ein Aufeinandertreffen von Zeitgeistern der Musik, deren Klangwelten sich durch unterschiedliche Ausprägungen auf spannende Weise ergänzen. Bilder: www.mpweinberger.at Manfred Mitterbauer – gesang Manfred Paul Weinberger – komposition, trompete Markus Lindner – marimba Thomas Mauerhofer – gitarre Christian Wendt – bass |
|
|||||
sounds & dependencies28. 10. 2006 |
||||||
![]() |
Bei neu komponierter Musik folgt dem schöpferischen Gedanken naturgemäß die Frage, mit welchen Klangfarben man diese Musik realisieren wird und wer die Persönlichkeiten sind, mit denen man sich auf diese Arbeit einlassen kann. In den Jahren 2005 und 2006 waren meine Formationen Variationen des Projektes `Austria Meets Canada´ im Sextett, Septett und Oktett. Im gleichen Zeitraum beschäftigte mich das Organisieren meiner Musik für große Formationen. Es entstanden drei Auftragswerke für unterschiedliche Jazzorchesterbesetzungen. Während dieser Zeit wurde für mich das Vorhaben, ein Quartett zu gründen konkret. Zurück zu einem kleinen Klangkörper in dem die Musik durch andere Qualitäten getragen wird, als sie mir meine Arbeit für und mit größeren Ensembles abverlangte. Das bedeutet: Reduktion der Vorgaben auf musikalische Grundgedanken der Kompositionen und die Ausgestaltung der kollektiven Kreativität überlassen. In meiner Arbeit ist das Akkordeon neu und bringt eine interessante Klangfarbe in die Musik ein. Es ist etwas schlanker als vergleichsweise das Klavier und dadurch entsteht eine sehr spezielle Soundbalance innerhalb des Ensembles. Nach der ersten Verständigungsprobe und einem Konzert im Oktober ist klar dass ich den Gedanken `Quartett´ mit dieser Band realisieren muss. Manfred Paul Weinberger, Trompete/Flügelhorn Christian Bakanic, Akkordeon Christian Wendt, Kontrabass Alfred Vollbauer, Schlagzeug |
|
||||
Rhythm Fields20. 3. 2006 |
||||
![]() |
Aktuelle Videobeispiele dieses Projektes:www.mpweinberger.at `Personal Colour´, `Spirit Of Old Europe´ und `Dancing Ganesh´ sind drei CD Produktionen die seit 2001 mit meinem Projekt `Austria meets Canada´ entstanden sind. Die Zusammenarbeit mit Musikern aus dem indischen Kulturkreis – allen voran die Tanzmeisterin Shama Bhate – begann im selben Jahr, in dem wir mit Don Thompson `Spirit Of Old Europe´ einspielten. Mein Einstieg in die indischen Rhythmik würde mir durch das Beobachten von Tanz und Rezitieren von Rhythmen ermöglicht. Indischer Gegenwartstanz aus der `Kathak-´ Tradition heraus ist eine für den europäischen Betrachter virtuose und ästhetische Tanzform. Das neu Projekt `Rhythm Fields´ ist eine Erweiterung meiner Arbeit, in dem Tanz und Musik, Komposition und Improvisation, visuelles und akustisches Geschehen interaktiv ineinander greifen. Die Verbindung von indischem Tanz zu einer nicht östlich orientierten Musik ist ein spannendes aber auch hoch aktuelles Vorhaben, dem eine eigene Dynamik zugrunde liegt. Bereits mit der Produktion `Dancing Ganesh´ wurde der Grundstein für diese intensive Zusammenarbeit gesetzt. Klassischer indischer Tanz zeichnet sich durch eine ebenso fein differenziert entwickelte Ornamentik, wie sie auch im melodischen Konzept der Musik Indiens vorzufinden ist, aus. Das Experimentieren mit komplexen rhythmischen Komponenten interessiert mich vor allem im Zusammenhang mit Tanz. Die Visualisierung von Musik durch Bewegung, Tanz und somit choreographisches Denken ist im Jazz ein wenig beachtetes Element, auf das wir uns in der künstlerischen Arbeit eingelassen haben. In einem intensiven Dialog über mehrere Jahre versuchte ich das rhythmische Vokabular aus Shama Bhate´s Tanzkunst in ein melodisches Konzept zu übertragen sodass es auch in einem modernen Jazzkontext kein `Fremdkörper´ ist. Es ist der Versuch, eine Balance zwischen Musik und Tanz herzustellen in dem die Qualitäten beider Elemente sich gegenseitig ergänzen. Die berühmte Kathak- Tänzerin Shama Bhate bringt auf dieser DVD die Ästhetik klassischer indischer Tanzkunst in ein für ihre Disziplin neues Umfeld. Shama Bhate und Ravi Chary sind Exponenten der indischen klassischen Musik und tourten bereits in den späten 1980er Jahren mit Trilok Gurtu durch Europa. Der bedeutende Jazzmusiker aus Toronto, Don Thompson (er arbeitet mit Jim Hall, Georg Shearing, Rob McConnell, Kenny Wheeler, John Handy, …) schreibt: `…Manfred has always had the unique ability to assemble the most unusual groups of musicians and make beautiful music. This project, combining Indian Music and European jazz has been in his mind for a long time. This video is a great tribute to his creativity as a musician, composer and producer.´ Ein sensibel reagierendes Ensemble, komplexe Grooves, inspirierte Soli und Shama Bhates faszinierende Tanzkunst machen diesen Livemitschnitt eines gelungenen Konzertes im Mai 2006 zu einem audio-visuellen Erlebnis. Inhalt der DVD: 1 · Dancing Ganesh 2 · Treading The Unknown 3 · 9 For Blue 4 · Weeping Willows 5 · Creative Distance 6 · Laxmi Road Extra: Working Process Die Band: Ms. Shama Bhate – Tanz/ Choreographie Ms. Manasi Deshpande - Tanz Manfred Paul Weinbeger – Trompete, Flügelhorn/ Komposition Christian Maurer – Saxophon, Bassklarinette Stephan Braun – Cello Primus Sitter - Gitarre Raphael Meinhart – Vibraphon Christian Wendt – Bass Alfred Vollbauer / Wolfgang Kendl – Schlagzeug Die DVD wurde von www.blackboxfilms.com - Leopold Lummerstorfer und Hannelore Tiefenthaler - Produziert. Powered by: |
|||
|
||||
OÖ. Jugend Jazz Orchester (OÖJJO)1. 9. 2003 |
|||
![]() |
Dieses Jazzorchester Projekt entstand 2002/03 im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Brucknerhaus Linz und der Oö. Landesmusikdirektion in Zusammenarbeit mit dem "Upper Austrian Jazz Orchestra". Das Oö. Jugend Jazz Orchester war 2006 auf dem Höhepunkt einer vierjährigen Aufbauphase. Unter der künstlerischen Leitung von Alfred Vollbauer wurden Werke aus dem Programm „The French Horn Project“ für die soeben erschienen CD eingespielt. Info/Bestellungen der CD unter: www.landesmusikschulen.at Info zum Projekt:www.landesmusikschulen.at |
|
|
|
|||